Geetanjali Shree: Mai

Der Roman ist die Geschichte einer gut situierten Familie in Nordindien, bei der drei Generationen in einem Haus leben. Da ist der patriarchalische Großvater, der herrisch darüber wacht, wer das Haus betritt, es gibt die scharfzüngige Großmutter, den untreuen Vater, der sich aber auch fromm gerne religiösen Zeremonien hingibt, eine Tante, die sich in alles einmischt, die Bediensteten. Dann sind da noch die Kinder, die Geschwister Subodh und Sunaina, die sich gegen die Traditionen und die festgefügte Ordnung aufzulehnen beginnen.

Brigitte Voykowitsch: Göttinnen und Frauenrechte. Indiens neue Töchter

Anhand von 16 Kapiteln zeichnet Göttinnen und Frauenrechte ein repräsentatives Bild der Situation der Frauen im heutigen Indien: einige Kapitel stützen sich auf Portraits bekannter Frauen wie die Polizistin Kiran Bedi, die als erste Frau 1972 den Eintritt ins Polizeicorps schaffte, oder die Aktivistin Medha Patkar und die Autorin Arundhati Roy, die an der Seite der Lokalbevölkerung gegen den Bau des Narmada-Staudamms kämpfen, andere Kapitel greifen allgemeine Themen wie Mitgiftmorde oder Witwenverbrennung auf.

Handelt es sich um eine Mischung der Konzepte der beiden Wälzer Indiennes en Mouvement (Interviews von feministischen Zeitzeuginnen) und Hundert Söhne sollst du haben (Hintergrundartikel, die z.T. auf historischen und journalistischen Recherchen beruhen)?

Aravind Adiga: Zwischen den Attentaten

In Zwischen den Attentaten, einem Band von Kurzgeschichten, schreibt Aravind Adiga über die Schattenseiten der indischen Gesellschaft, über die Wut und Verzweiflung der Menschen gegenüber Klassenprivilegien, Ausbeutung und Korruption.

Aravin Adiga, der Autor des Bestsellers Der weiße Tiger, führt den Leser in die fiktive Stadt Kittur in Südindien, die deutliche Züge Bangalores trägt.

Aravind Adiga: Der weiße Tiger

Balram Halwai wird von seinem Lehrer "Weißer Tiger" genannt, da er so intelligent ist wie diese besindere Raubkatze. Weil seine Familie zu arm ist, ihm einen Schulabschluss zu ermöglichen, bricht er seine Ausbildung ab und arbeitet in einem Teeladen.

Balram bekommt aber bald die Chance, seinen armen Heimatstaat Bihar zu verlassen. Ein reicher Mann heuert ihn als Chauffeur an. Mit Balram zusammen entdeckt der Leser eine neue Welt. Während er seinen Dienstherrn und dessen Frau zu Einkaufszentren fährt, wird er sich nach und nach des unglaublichen Reichtums und der vielen Chancen bewusst, die ihn umringen. Balram sieht, wie seinesgleichen, die Diener, aber auch ihre reichen Herren mit ihrer Jagd nach Alkohol, Geld, Mädchen und Macht die indische Gesellschaft in Gang halten.

Anita Nair: Ladies Coupé

Akhila ist bereits fünfundvierzig Jahre alt, als sie zum ersten Mal eine größere Zugreise unternimmt... und das obwohl sie eine moderne, berufstätige Frau ist. Die strengen Traditionen verbieten es ihr, ein eigenes, von der Familie unabhängiges Leben zu führen.

Nun hat sie es satt, immer nur die verantwortungsvolle Tochter, verständnisvolle Schwester, liebevolle Tante, und Mädchen für alles zu spielen. Auf ihrer Reise in die Stadt der drei Meere möchte sie endlich herausfinden, was sie wirklich will.

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